Norbert Neuser: Hoffnung für Haitis Kindersklaven

Appell an die Regierung: Kindeswohl und Schulbesuch durchzusetzen

Straßburg/Mainz. Das Europäische Parlament hat jetzt auf Initiative des SPD Europaabgeordneten Norbert Neuser eine Entschließung der Sozialdemokraten unterstützt, die die moderne Kindersklaverei in Haiti aufs Schärfste verurteilt.

"Die Kindersklaverei in Haiti ist ein Teufelskreislauf, aus dem die Kinder ohne regelmäßigen Schulbesuch nicht herauskommen", sagt der SPD-Europaabgeordnete Norbert Neuser und entwicklungspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten im Europaparlament. Viele der von Nichtregierungsorganisationen geschätzten über 200.000 Kindern zwischen 6 und 14 Jahren können nicht regelmäßig die Schule besuchen und deshalb später keiner geregelten Arbeit nachgehen. Die Kindersklaven (genannt Restavek) müssen überwiegend als Haushaltshilfen arbeiten und müssen unter Bedingungen leben, die die Vereinten Nationen und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) als Sklaverei bezeichnen.

Norbert Neuser hat sich deshalb mit der sozialdemokratischen Fraktion für eine Dringlichkeitsresolution zur Situation der Kindersklaven in Haiti eingesetzt, die jetzt im Europaparlament fast einstimmig angenommen wurde.

"Die Regierung Haitis muss dafür sorgen, dass diese Kinder regelmäßig zur Schule gehen und notfalls auch aus den Familien, in denen sie arbeiten müssen, herausgenommen werden. Kinder verdienen Schutz und eine Ausbildung. Dafür muss sich auch die Europäische Union einsetzen und im Rahmen des Europäischen Entwicklungsfonds auf die Einbeziehung der Kindersklaven bestehen, denn immerhin bekommt Haiti erhebliche finanzielle Mittel um die Situation im Bildungsbereich zu verbessern", so Norbert Neuser.
(09.02.2018)