Neuser: Ab 2020 dürfen in Deutschland keine lauten Güterzüge mehr fahren

„Tag gegen Lärm“

Brüssel/Mainz. Am 26.04.2017 findet zum 20. Mal der „Tag gegen Lärm“ statt. Der rheinland-pfälzische SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser: „Egal ob gegen Straßen- Bahn oder Fluglärm: Immer mehr Menschen gehen auf die Straße und protestieren gegen die Lärm-Problematik. Dies ist für mich ein klares Zeichen, dass sich viele Menschen von Lärm massiv gestört fühlen. In Sachen „Bahnlärm“ hat die Bundesregierung das Verbot lauter Güterzüge ab dem Jahr 2020 verbindlich beschlossen. Das ist auch ein Erfolg des jahrelangen Kampfes der engagierten Bürgerinitiativen am Mittelrhein.“

Lärm stellt auch weiterhin eine unterschätzte Gesundheitsgefahr dar. Starker oder dauerhafter Lärm kann krank machen, er beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität. Geräusche bzw. Lärm sind sicherlich nicht überall zu vermeiden und gehören auch zu unserer Mobilität. Technische Verbesserungen haben zumindest teilweise eine Verbesserung beim Lärmschutz gebracht. Aber es besteht zumindest dort enormer Handlungsbedarf, wo die Menschen noch nicht mal nachts vor Lärm geschützt sind. Das gilt für Rheinland-Pfalz insbesondere für den Bahnlärm im Mittelrheintal und im Moseltal.

Ab 2020 sind laute Güterwagen in Deutschland verboten. Der Lärm von Güterzügen soll auf das Maß begrenzt werden, das von leisen Güterwagen mit Verbundstoff-Bremssohlen eingehalten wird. Damit wird der wahrnehmbare Schienenlärm in Deutschland ab 2020 halbiert.

Norbert Neuser: „Dass der Deutsche Bundestag das Schienenlärmschutzgesetz nun in der vorliegenden Form verabschiedet hat ist eine gute Nachricht für die vom Bahnlärm betroffenen Menschen im Mittelrheintal und an der Mosel. Damit haben jetzt alle Betreiber von Güterzügen aus ganz Europa die entsprechenden Vorgaben und müssen diese bis zum Fahrplanwechsel 2020 umsetzen. In diesem Zusammenhang fordere ich gegenüber den verantwortlichen in der EU, dass auch die EU diese strengeren Regeln übernimmt und insoweit für ganz Europa klare Lärmschutzvorgaben gelten.“
(21.04.2017)